Tag des Deutschen Einheitsbreis

Schon öfter habe ich mich über die deutsche Einheit ausgelassen. Über die deutsche Historie. Und darüber, dass an diesem Tag auch der “Tag der offenen Moschee” begangen wird. Will ich immer wieder das Gleiche verwursteln? Nein, will ich nicht.

Ich habe ohnehin den Eindruck, dass die Deutschen im allgemeinen nicht freudetrunken durch die Landschaft wanken. Vielleicht ist inzwischen auch so etwas wie Nationalstolz, ein Patriotismus gar, erwachsen. Und auch ein Nationalismus auch. Aber so im Alltag ist davon nichts zu spüren. Sicher, unsere Führungsspitze stammt aus Ostdeutschland – aber immerhin Pfarrerstochter und Pfarrer, womit auch die Herkunft etwas relativiert wird.

Nein, Deutschland ist ganz gut in Europa integriert. Was im deutschen Alltag auch keine große Rolle spielt – außer vielleicht die Frage, die sich der gemeine Bürger stellt: “Wo isse hin, meine sauer verdiente Kohle?” Womit wir auch wieder im Osten wären und den Solidarleistungen, die die Deutschen aufbringen müssen – an der Diskussion in der letzten Zeit sieht man schon ganz deutlich die Trennung, die immer noch durch Deutschland geht. Und die wird gerne genutzt von der Politik um Stimmung zu machen. Um von ihren eigentlichen Interessen abzulenken.

Angeblich leben wir im freiesten und demokratischsten deutschen Staat, der jemals existierte. Und dagegen lässt sich auch wenig einwenden. Aber ist es nicht doch ein wenig pseudo-frei? Ein wenig pseudo-demokratisch? Denn, und dass sollte man bedenken, wo ist der Bürger denn wirklich an den politischen Entscheidungen beteiligt? Mit der Stimmabgabe am Wahltag ist der Wähler seine Stimme los und hat sie an jemand anderen abgetreten. Was von den meisten, die ohnehin mit der Politik überfordert sind, auch gerne so angenommen wird. Das Stimmrecht nimmt also ein gewählter Vertreter war – der aber im Prinzip seine oder die Interessen seiner Fraktion vertritt und nicht den der Bürger in seinem Wahlkreis.

Nun gut, bislang hat das ja auch funktioniert. Bezahlt wird das aber mit Politikmüdigkeit – besser: Politiker-Müdigkeit – und damit einhergehender sinkender Wahlbeteiligung. Und ich habe den Eindruck, dass wird gerne gesehen. Von der Politik. So bleibt man unter sich.

Um den Bürger abzulenken wird auch gerne agitiert. Da wird Ost gegen West und umgekehrt aufgehetzt. Oder der “anständige” Deutsche gegen die “schlecht zu integrierenden Ausländer” aufgewiegelt. Oder gleich gegen den Islam. Oder Nichtraucher und Raucher gegeneinander ausgespielt. Natürlich gerne geschickt mit dem Hinweis auf europäische Rechtsangleichung. Und Gesundheitsaspekte. Oder kulturelle Eigenheiten. Oder….

Das lenkt auch dann davon ab, dass man mit Verordnungen und Gesetzen immer mehr die individuelle Freiheit einschränkt. Im Prinzip wird der Bürger, wenn er nicht so funktioniert wie Politik sich das so vorstellt, für unmündig erklärt und ihm vorgeschrieben, wie er zu leben hat. Und es lenkt auch davon ab, dass wir uns bald auch erhebliche wirtschaftliche Probleme einzurichten haben. Darunter wird natürlich in erster Linie der gemeine Bürger zu leiden haben. Und es kommt sicher nicht von ungefähr, dass angestrebt wird, die Bundeswehr auch im Inneren einzusetzen. Oder glaubt einer, dass die Aussetzung der Wehrpflicht einfach so passiert ist?

Nein, man ist bestrebt, einen Einheitsbrei, der leicht zu manipulieren ist, einzurichten. Glaube ich. Und dass die Zeiten hierzulande nicht wirklich besser werden. Aber dass sind nur so meine Gedanken zum 3. Oktober.

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